Baumfällen-Alltag wenn auch nicht alltäglich

Nach einem Wochenende mit herrlichem frühlingshaftem Wetter, war der gestrige Rosenmontag der ideale Tag um vier Fichten mit ca. 10-12 Meter Höhe zu fällen. Die Bäume wurden vor mehr als 40 Jahren gepflanzt und waren mit der Zeit einfach zu groß für einen Garten geworden. Außerdem stehen auf dem Grundstück grundlegende bauliche Veränderungen an. Nachdem wir für die Wassererwärmung in unserem Passivhaus in längeren sonnenlosen Perioden auf Brennholz zur Wassererwärmung angewiesen sind, ist auch für die nutzbringende Verwertung der Stämme gesorgt.

Transport von Werkzeug und Schutzausrüstung mit dem Lastenrad

Das Werkzeug habe ich selbstverständlich mit dem Lastenrad transportiert. Neben Kettensäge und Beilen waren auch die Schutzausrüstung in Form der Schnittschutzhose, des Helms, entsprechender Handschuhe und Sicherheitsschuhe sowie Notfallequipment mit an Bord.Gegen 09:00 Uhr trafen wir uns zu dritt, um uns ans Werk zu machen. Nach einer Begutachtung des Umfeldes entschied ich mich die Bäume nicht wie vorgesehen in mehreren Teilstücken abzutragen, sondern komplett zu fällen. 

mehr als 1,5 Tonnen Grünschnitt

Einer nach dem anderen sind die vier Bäume in den nächsten zwei Stunden gefallen. Hierbei entstand neben den begehrten Stämmen noch ein Berg aus Ästen und Zweigen. Insgesamt ergab der Grünschnitt ein Gewicht von über 1,5 Tonnen. Wie bringt man nun diese Menge an Biomüll zur Verwertungsanlage? Mit den Fahrrädern wäre das kaum zu bewältigen gewesen. Zum Glück steht innerhalb der Familie ein landwirtschaftlicher Anhänger mit entsprechender Zugmaschine zur Verfügung. Das bedeutet, dass ganz im Sinne des Mottos „ohne Auto im Alltag“ bei der Aktion kein Automobil zum Einsatz kam :-). Doch Scherz bei Seite, wie schon öfters im Blog beschrieben stehen wir als Familie der gedankenlosen Nutzung von Autos, bzw. Kraftfahrzeugen kritisch gegenüber und verzichten weitestgehend auf diese Verkehrsmittel. Doch für den Transport von 1,5 Tonnen Ästen zur Verwertungsanlage waren die drei Fahrten (insgesamt 18 Kilometer) mit dem Traktor aus meiner Sicht die sinnvollste und effizienteste Lösung. Bei der ersten Runde mussten wir erst herausfinden, dass wir uns zunächst an der Kleinmengen-Annahme anmelden müssen, um dann diese nicht so ganz kleine Menge auf dem Geländer der AVA abzuladen. Bei der zweiten Tour verzögerte sich die Ausfahrt aus der Anlage wegen eines Staus von Müllfahrzeugen an der Waage. Die schnellste Runde war die dritte, rasche Einfahrt, ein netter Mitarbeiter mit einem monströsen Radlader (mit einem Schub war der Hänger leer) und kaum Verkehr an der Waage beim Ausfahren. Gegen 17:00 Uhr war die Aktion komplett beendet.

Fazit 

Vier große Bäume erfolgreich und ohne das Verursachen von Schäden gefällt. Der Biomüll (eigentlich Wertstoff) wird als Biogas zur Stromerzeugung genutzt. Die Notfallausrüstung kam nicht zum Einsatz und es lagern ca. zwei Ster Fichtenholz in unserem Hof. Auch hierfür haben wir den Traktor genutzt auch wenn wir ein Angebot zum Leihen eines Urban-Arrow XXl hatten.

 

 

 

 

 

 

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