Freilichtbühne, Firmung und Radlnacht

Freihlichtbühne

Freihlichtbühne

Gutes Wetter am vergangenen Donnerstag ermöglichte uns einen spontanen Besuch der Rocky Horror Show auf der Augsburger-Freihlichtbühne. Natürlich mit dem Fahrrad, wie auch viele andere Besucher der abendlichen Vorstellung. Für Emma war es das erste mal und sie war von der Atmosphäre genauso begeistert wie die Erwachsenen. Bereits bei der Anfahrt trifft man auf zahlreiche andere Radler und vor Ort sind dann die Abstellmöglichkeiten meist rar. Trotzdem jedes mal toll, dass ein Großteil der Besucher auf das Fahrrad setzt. Nach einem tollen Theaterabend unter freiem Himmel ist auch die Heimfahrt durch das nächtliche, verkehrsarme Augsburg immer wieder ein Genuss. Gegen 23:30 Uhr waren wir dann zurück zu Hause.

 

Emmas Firmung

Transport zur Firmung

 

Parkplatz in der Domkurve

Am letzten Freitag wurde unsere Jüngste im Augsburger Dom gefirmt. Ich glaube sie war die einzige, die mit dem Rad zu ihrer Firmung gefahren wurde. Doch sie hat ja Routine mit der Auspolsterung der Ladefläche des Packsters. Aufgrund der Wahl des Verkehrsmittels konnten wir in direkter Nachbarschaft des Doms parken und mussten keinen größeren Fußmarsch zurücklegen. Bei dieser Gelegenheit zeigte sich erneut die Vorteile der eBikes: 

  • Man kann auch gut angezogen mit dem Rad fahren ohne Schweißränder unter den Achseln befürchten zu müssen.
  • Auch die knitterfreie Mitnahme eines Jacketts ist im Lastenrad problemlos möglich. 
Radlnacht

2. Augsburger Radlnacht

Gestern Abend war es wieder soweit. Das Highlight für radbegeisterte in Augsburg stand auf dem Programm. Die Augsburger Radlnacht. Heuer bereits zum zweiten mal. Ab 18:30 Uhr begann das Rahmenprogramm in der Maximilianstraße. Dort gab es Angebote von verschiedenen Vereinen und Firmen rund um das Thema Fahrrad. Im Auftrag der Radstation, um für das neue Radparkhaus an der Pferseer-Unterführung zu werben, verteilten Sarah und Emma ca. 150 Luftballons und Flyer. Am Stand gab es zahlreiche nette und interessante Gespräche rund um Lastenräder.

21:00 Uhr – Start des Radlcorsos

Laut offiziellen Angaben hatten sich zum Start mehr als 6000 Radler eingefunden. Bereits im Vorfeld wurde es am Aufstellort immer enger. Um 21:00 Uhr ertönte das Startsignal und langsam setzte sich der Tross in Bewegung. Doch nach der ersten Abfahrt, am Predediger Berg, war schon wieder Schluss mit der Radelei. Aufgrund eines Notarzteinsatzes zwischen Vogeltor und Jakobertor (zum Glück nicht wegen der Radlnacht) wurde die gesamte Gruppe angehalten um den Rettungsfahrzeugen die Ausfahrt aus dem Gebiet zu ermöglichen. Alle Fahrer verhielten sich zum Glück äußerst diszipliniert und leisteten den Anordnungen der Polizei Folge. Durch diesen unfreiwilligen Stopp wurde das Feld in zwei Teile geteilt, da die ersten bereits vor der Sperrung durchgefahren waren. Doch nach knapp zehn Minuten ging es weiter. Am Ende der Johannes-Haag-Straße dann der nächste Stau. Aufgrund der engeren Streckenführung auf der Berliner Allee stockte der Zug erneut. Langsames Rollen bzw. Schieben war angesagt.In geradezu rasanter Geschwindigkeit (um die 10-15 km/h) konnte dann die nächste Etappe bewältigt werden. Ohne weitere Verzögerungen ging es dann durch das Herrenbachviertel und Textilviertel zur Tunneldurchfahrt auf der Nagahama Allee. Im vergangenen Jahr war am Ende des Tunnels ein Wendepunkt, so dass dieser in beiden Richtungen durchfahren werden konnte. Diesmal wurden wir durch die Baumgartnerstraße zur Haunstetter Straße in den Alten Postweg geleitet. Vorbei am Messezentrum ging es nach Göggingen.

Abenteuerliche Streckenführung

Nach der Abfahrt in der Bahnstraße wurde der Tross in einer kurzen Links-Rechts-Kombination in die Nebenstraßen von Göggingen geleitet. Dort waren die Wege kaum drei Meter breit. Dadurch kam es immer wieder zu Phasen des Stillstands. Über die Apprichstraße erreichten wir das Wertachufer. Der dortige Uferweg war durch seine Breite von teilweise unter zwei Metern erneut ein Grund für Stau. Offenbar rechneten die Veranstalter an dieser Stelle damit, dass einige Radler aus Verzweiflung in den Wertachkanal springen. Anders kann ich mir den Taucher der DLRG, der als Streckenposten fungierte, nicht erklären. Der letzte Kilometer gestaltete sich, mit maximal 3-5 km/h irgendwie unspaßig. 

Fazit der Radlnacht

Den Organisatoren gebührt an dieser Stelle auf jeden Fall Anerkennung. Auch den gesamten Ordnungskräften der verschiedensten Organisationen vielen Dank. Die Teilnehmer, die ich in meinem Umfeld erlebt habe, haben sich alle tadellos benommen. Schon toll, dass man in Augsburg 6000 Menschen auf Fahrrädern mobilisieren kann. Klasse wäre natürlich wenn das für einige nicht nur ein Ereignis für einen Abend wäre, sondern das Fahrrad in den Alltag integriert werden könnte. Vielleicht sind ja ein paar auf den Geschmack gekommen. Jeden Tag 6000 Radler um mich herum möchte ich aber auch nicht, denn die Stauvermeidung ist für mich ein Grund immer aufs Fahrrad zu setzen und gestern stand ich ja mehrfach im Stau :-).

Die Wahl des Streckenabschnitts in Göggingen empfinde ich  als misslungen. Selbst wenn die Erwartungen der Veranstalter übertroffen wurden frage ich mich, wer auf die Idee kommt eine solche Menge an Radfahrern durch enge Nebenstraßen zu leiten. War es der fehlende Mut auch in Göggingen auf Hauptstraßen zurückzugreifen? Oder wollte man im Bereich der Bgm.-Aurnhammer-Straße die Strecke nicht entlang der Straßenbahnschienen führen? Ich bin gespannt ob es hierfür Erklärungen gibt. 

Auch wenn im vergangen Jahr  die Wegführung für manchen Anwohner oder Autofahrer lange Wartezeiten bedeutete war für mich als Teilnehmer der Spaßfaktor höher. Staus wie heuer gab es nicht und man konnte die Fahrt besser genießen. Ich bin gespannt auf welcher Strecke die Radlnacht 2018 verläuft.

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