Kultur, 22 Autos und zwei Fahrräder

Kultur

Pippo Polilina im Parktheater

Pippo Pollina gastierte Anfang der Woche in Augsburg. Das Konzert fand im Parktheater statt und wir hatten bereits im November vergangenen Jahres Karten ergattert. Wer das Parktheater kennt, schätzt die tolle Atmosphäre der Bühne. So erlebten Carola und ich einen tollen Abend bei Musik und mehr.

Der in Zürich lebende, 1963 in Palermo geborene Liedermacher und mehrfach ausgezeichnete Komponist kann sich auf das bleibende Interesse der Fans verlassen, die gar nicht genug bekommen können von dem Künstler, von seiner eigenwilligen musikalisch-poetischen Sprache. Obwohl er im Vorjahr mit der jüngsten CD „Il sole che verrà“ zweimal hier gastierte, hieß es jetzt im Parktheater erneut „ausverkauft“. (Quelle : Augsburger Allgemeine)

Von uns zu Hause bis zum Veranstaltungsort sind es ca. elf Kilometer. Wie es sich für uns gehört, sind wir mit den Rädern zum Konzert gefahren. Unsere Jacken haben wir gleich in den Lastenrädern verstaut, so dass wir an der Garderobe keinerlei Wartezeit in Kauf nehmen mussten. Bei Abendveranstaltungen im März ist, zur angestrebten Quote der Fahrradstadt Augsburg, noch eine wenig Luft nach oben. Vor dem Theater standen insgesamt acht Räder, was bei ca. 400 Besuchern wohl kaum 20% entspricht :-).

Die Hälfte der Räder vor dem Parktheater

Nach dem Konzert gegen viertel nach zehn war es bei sieben Grad angenehm durch die nahezu leere Stadt nach Hause zu fahren und vor dem Zubettgehen noch ein wenig frische Luft zu tanken.

22 Autos und zwei Fahrräder

Seit gestern ist unsere jüngere Tochter auf Klassenfahrt in Frankreich. Wie bei solchen Veranstaltungen üblich fährt der Bus am Plärrergelände in Augsburg ab. Wie bereits bei anderen Gelegenheiten haben wir wieder festgestellt, dass unsere Kinder die einzigen sind, die nicht mit einem Auto zu solchen Terminen gebracht werden. Nimmt man nur die Schüler beutet das, dass  für die 23 Kinder eine nahezu identische Anzahl von Autos (nämlich 22) nötig ist, um diese, bei strahlendem Sonnenschein, zum Treffpunkt zu bringen. Schon fast erheiternd ist es wenn Carola von anderen Eltern angesprochen wird ob wir denn immer noch ohne Auto unterwegs sind und wie bewundernswert dies doch sei. Nachdem wir unseren Alltag nun bereits seit vier Jahren ohne eigenes Auto bestreiten stellt dies für uns überhaupt kein Problem dar. Ich frage mich nur warum Menschen die dies bewundernswert finden, sich bei all den Diskussionen über Luftbelastung und Dieselfahrverbot, nicht wenigstens kritisch mit dem eigenen Nutzungsverhalten auseinandersetzen. Ich kann nur jedem empfehlen es einfach mal auszuprobieren mehr mit dem Rad zu erledigen. Ach ja, wenn man mit dem Fahrrad kommt ist einem auch beim Warten auf den Bus nicht so kalt, das es nötig ist bei laufendem (Diesel)-Motor die Zeit zu überbrücken, da man sich ja passend zum Wetter kleidet.

Warten auf den Bus

Wie lässt man eine Woche ausklingen, die schon mit einem kulturellen Highlight begonnen hat? Mit einem tollen marokkanischen Abendessen zu zweit im BioDuMAROC und einer Tanzstunde im Anschluss. Ach ja, und dann holt man gegen Mitternacht noch das große Kind in der Domkurve ab, da die Klasse in München im Theater war, und erlebt um Mitternacht ein kleines Verkehrschaos in der Innenstadt weil 50 Schüler ankommen und abgeholt werden. Aber das hatten wir ja schon :-).

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2 thoughts on “Kultur, 22 Autos und zwei Fahrräder”

  1. Hallo Andreas,

    toller Blogeintrag. Ich weiß nicht, ob das geplant war, aber Dein Foto „Warten auf den Bus“ erzählt eine tolle Geschichte. Da sind Mutter und Kind nach der Anfahrt offenbar in bester Laune und nebenan aus dem Auto heraus schauen augenscheinlich fassungslose Menschen zu. Toll festgehalten!

    Weiterhin gute Fahrt,

    Marcus

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