MK1-e, Butchers & Bicycles – Test 2. Teil

Nachdem ich im Oktober bereits die Gelegnheit bekam das Dreirad zu testen, hatten wir das MK1-e über das Wochenende, im Rahmen der Passivhaustage, ausgeliehen. Natürlich sind wir auch damit gefahren. Mit diesen Erfahrungen möchte ich meinen Testbericht ergänzen. 

Fahrverhalten 

Wenn man das Rad länger benutzt wird einem das Fahrverhalten immer vertrauter. Geringe Richtungsänderungen können hervorragend durch Gewichtsverlagerung erfolgen. Eine Lenkbewegung ist hierfür nicht nötig. Hat man diese Lektion gelernt, ist auch das Fahren auf engen Radwegen einfacher. Kombiniert man dann die Gewichtsverlagerung mit der Lenkung sind auch enge Kurven mit höherer Geschwindigkeit kein Problem. Das Kurvenverhalten hatte mich im Oktober noch erschreckt. Beherrscht man durch „Mut“ und „Übung“ sowohl die Geradeausfahrt als auch jegliche Art von Kurven entwickelt sich das Dreirad zum echten Spaßgerät. Die Beschleunigung bis 25km/h gelingt aufgrund des Bosch Perormance Motors im Turbo Modus anstrengungsfrei. Aber auch mit einer niedrigeren Unterstützung lässt sich das MK1-e gut in Fahrt bringen.

Komfort

Aufgrund unserer vollgefederten Lastenräder sind wir auf unebenem Terrain (Radwege und Kopfsteinpflaster in Augsburg) sehr verwöhnt. Das MK1-e besitzt keine Federung und schmale Reifen. An mehreren Bodenwellen hatte ich das Gefühl, dass das Rad seitlich versetzt wird. Vielleicht sollte man solche Stellen etwas langsamer passieren 🙂. 

Im Stadtverkehr 

Augsburg besitzt ein gut ausgebautes Straßenbahnnetz. Die Spurbreite der Bahn beträgt 1000 mm das MK1-e hat eine Breite von knapp 910 mm. Das bedeutet, wenn man zwischen zwei Schinensträngen fährt, links und rechts gerade 4,5 cm Platz bleiben. In der Domkurve, in Kombination mit dem Kopfsteinpflaster, wird das zur echten Herausforderung. Entscheidet man sich nur mit dem linken Vorderrad zwischen den Schienen zu fahren gerät das Hinterrad rasch in die passende Rille. Gott sei dank ist es als Dreirad stabiler und es kommt nicht zum Sturz. Eine weitere Erfahrung sind die Sperrpflöcke an Radwegen. Nicht immer reicht der Abstand aus um die Durchfahrt zu ermöglichen. Auf meinen Strecken konnte ich immer, unter Nutzung des Grünstreifens, rechts oder links an den Pfosten vorbeikommen. 

Mitfahrer

Für meine Töchter war es natürlich ein Vergnügen nach dem Einstieg durch die Tür Platz zu nehmen und sich fahren zu lassen. Vorsicht ist währen des Einsteigens geboten, vor allem dann wenn der Ständer nicht ausgeklappt ist. Durch das Überstehen der Transportbox kippt das Rad leicht nach vorn. Ist der Einstieg geschafft liegt das Rad durch, das zusätzliche Gewicht eines Passagiers, besser auf der Straße und das „Hüpfen“ bei Unebenheiten ist beseitigt.

Akku und Ablagefach

In der Transportbox ist auch ein absperrbares Ablagefach verbaut (incl. Bechrhalter) in dem sich auch die Batterie befindet. In diesem Fach können gut Kleinigkeiten verstaut und versperrt werden. Leider entfällt aber durch dieses Fach die Möglichkeit den Akku am Rad zu laden, so dass dieser immer entnommen werden muss. Der Aus- und Einbau erfordert auch einige Übung. Von einer Nutzung der Becherhalter im eigentlichen Sinn während der Fahrt würde ich aufgrund des hohen Flüssigketsverlustes abraten. 

Einen  weiteren, ausführlicher Testbericht (in Englisch) gibt es auf de Seite de BakfietsFamily.

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