Pannenschutz ist relativ

Winterreifen mit Pannenschutz

Vor zwei Wochen habe ich auf mein Load die Winterreifen montiert um auch bei ungünstigen Witterungsverhältnissen sicher unterwegs zu sein. Am Hinterrad kam, wie bereits letztes Jahr, der Winter Contact II von Continental auf die Felge. Der Reifen ist mit einer Pannenschutzeinlage ausgeführt. Wie man diese an ihre Grenzen bringen kann habe ich vergangen Freitag bewiesen.

Beim Losfahren am Arbeitsplatz stellte ich noch die Überlegung an entweder die verkehrsarme Route, die aber auch unbefestigte Wege enthält, oder den Weg durch die Stadt zu wählen. Dummerweise habe ich mich für die Stadtroute entschieden, da ich den Matsch auf der anderen Strecke meiden wollte. Zunächst lief auch alles gut. Nach dem Überqueren der MAN-Brücke hörte ich zunächst ein Krachen und dann ein lautes Zischen. Bereits einen Meter weiter war mir klar was das war. Das Hinterrad war platt. Das ist genau die Situation auf die man sich gefreut hat, wenn man bei leichtem Nieselregen und sechs Grad, ausnahmsweise etwas eher von der Arbeit nach Hause fährt.

Was nun?

Erst einmal das Hinterrad begutachten. Als erstes ist mir aufgefallen, dass die am Schutzblech angenietete Verlängerung verschwunden war. Bei der Untersuchung des Reifens fand ich den Übeltäter sehr schnell. Ein Nagel, hübsch gebogen, hatte sich durch den Mantel mit Pannenschutz in den Schlauch gebohrt.

 

Das Corpus delicti

Nachdem der Reifen völlig platt war, schied es aus das Lastenrad die letzten zwei Kilometer nach Hause zu schieben. Leider hatte ich auch nicht die notwendigen Ersatzteile an Bord, so dass ich mir per Anruf zu Hause den Pannendienst bestellte. Gut, dass wir zwei Lastenräder haben. Fünfzehn Minuten später rückte Carola mit einem Ersatzschlauch, einer Standpumpe und meinem Sommerreifen an. Was fehlte war ein mobiler Reparaturständer. Doch mittels eines Spanngurtes und einem Verkehrsschild war auch diese Problem rasch gelöst.

Reparaturständer vor Ort

Mit dem richtigen Werkzeug und den notwendigen Materialien war das Load dann in weiteren 15 Minuten wieder flott. Der restliche Weg nach Hause war dann rasch bewältigt und ich konnte mich am Kaminofen aufwärmen.

Die Folgen

Dort angekommen fand die Begutachtung der defekten Teile statt. Der Schlauch dient zukünftig als Spanngurt für Lasten, denn das Loch war nicht mehr zu flicken. Auch im Mantel hat der Nagel hässliche Spuren hinterlassen. Heute habe ich einen neuen nachbestellt, denn bei meinem Glück findet der nächste Splittstein im Winter genau dieses Loch. Die Verlängerung des Schutzblechs war pulverisiert und nicht mehr vorhanden. Auch hierfür habe ich heute bei der Radstation Ersatz besorgt und angebaut. Diese Verlängerung ist bei meinem Load unbedingt erforderlich, da sonst der Schmutz bis auf den Rücken spritzt. Alles in allem werden €70 bis € 80 zusammenkommen und das nur wegen eines unachtsam weggeworfenen oder verlorenen Nagels.

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