Baumarkt, Garten, Fahren bei Regen und Ride of Silence

Baumarkt

Ein großer Garten und kein Auto, man könnte meinen, dass passt nicht zusammen. Das Thema hatte ich ja schon ein paar mal und dabei ging es vor allem um das Entsorgen von Gartenabfällen. Diesmal stand der Bau eines Regenschutzes für die Tomatenpflanzen auf der ToDo-Liste. Insgesamt 40 Meter Holzlatten mussten besorgt werden. Das Schöne ist, dass das Bauhaus bei uns um die Ecke eine Drive-in-Arena besitzt. Doch wenn man hier am Samstag, ankommt stellt man rasch fest, dass offenbar die meisten Menschen dieses Ziel bei schönem Wetter im Frühjahr ansteuern. Vor der Einfahrt stauten sich bereits ca. zehn Fahrzeuge. Mit dem Fahrrad war ich, wie so oft, fein raus. Ohne zu warten konnte ich in die Halle einfahren, denn aufgrund von Ladetätigkeiten kurz nach der Schranke war es nicht möglich mit PKWs ins Innere zu gelangen. Für mich dauerte der Einkauf gerade einmal 15 Minuten. 

Mit dem Einkauf nach Hause – Der „Stau“ hatte sich auch aufgelöst.

Vor einiger Zeit habe ich den Tipp erhalten, dass alte Fahrradschläuche ideal sind um Dinge auf den Lastenrädern zu befestigen. Daher habe ich immer mindestens zwei Schläuche dabei. Auch diesmal bewährte sich das Upcycling der löchrigen Pneus.

Garten

Nach dem problemlosen Heimtransport der Holzlatten ging es ans Werk und fünf Stunden später stand im Gemüsegarten das fertige Tomatenhaus. Schon witzig, wie schnell 40 Meter Dachlatten aufgebraucht sind. Mal sehen ob sich die Mühe gelohnt hat und wir in diesem Jahr reichlich eigene Tomaten ernten.

Das fertige Tomatenhaus

Fahren bei Regen

Nach der langen Trockenperiode gab es in der vergangenen Woche immer mal wieder Regenschauern. Grundsätzlich stört mich das Radfahren bei Regen nicht im geringsten, aber wenn ich mit Carola zusammen unterwegs bin entsteht ein Problem. Auslöser hierfür ist ein Designaspekt. Damit auch Lastenräder „sportlicher“ wirken, wurden die Schutzbleche hinten sehr kurz ausgeführt. Beim Load geht das sogar so weit, dass ohne eine Verlängerung des Blechs der Rücken des Fahrers bis zum Hals „eingesaut“ wird. Wenn man mit einem MTB im Gelände unterwegs ist, mag das kein Problem darstellen. Doch bei der täglichen Nutzung im Alltag ist das durchaus unpraktisch und so viele Jacken besitze ich auch nicht, dass ich mehrmals täglich eine frische anziehen kann. Aber zurück zum Problem, Radeln zu zweit bei Regen. Trotz der angebrachten Verlängerungen entstehen bei beiden „Lastern“ hohe Fontänen, wenn genügend Wasser auf der Straße ist. Wenn man also hintereinander fährt, muss der Abstand schon ziemlich groß sein um nicht nass gespritzt zu werden. Genau hierfür hat die Firma FAHRER aus Berlin den so genannten Latz entwickelt. Für €12,90 ein durchaus erschwingliches Zubehör. Natürlich kann man über die optische Wirkung streiten, aber wenn das Gespritzte dadurch besser wird, dann nehme ich das gerne in Kauf. Sobald ich die ersten Erfahrungswerte zum Latz habe, werde ich diese veröffentlichen.

Laster mit Latz

Ride of Silence

Auch in Augsburg sind im vergangenen Jahr zwei Radfahrer tödlich verunglückt. Daher hat der ADFC-Augsburg am letzten Mittwoch um 18:30 Uhr zum Ride of Silence aufgerufen. Das Wetter war, passend zum Anlass, trüb und regnerisch. Auch wir überlegten kurz ob wir aufgrund des Regens nicht lieber zu Hause im Trocknen bleiben sollten, machten uns aber dann doch bei leichtem Regen auf den Weg in die Innenstadt zum Treffpunkt. Dort angekommen, hörte es auf zu regnen. Etwa 60 Teilnehmer fanden sich ein um der Verstorbenen zu gedenken und an den Unglücksorten weiße Fahrräder aufzustellen. Begleitet von der Polizei verlief die etwa zweistündige Fahrt ruhig und geordnet. Bei der Platzierung der Ghost-Bikes wurden von Seiten der Verantwortlichen Ansprachen mit Forderungen zur Verbesserung der Fahrradinfrastruktur und der Sicherheit gehalten. Natürlich sind das die Themen, die mit den Unfällen zusammenhängen, aber für Carola und mich waren diese politisch klingenden Töne an den Unglücksorten eher störend. Eine kurze Information zu den Verunfallten wäre aus unserer Sicht passender gewesen. Den politischen Teil hätte man gerne zu Beginn der Fahrt am Start abhalten können. Evtl. ergibt sich ja die Möglichkeit dies mit dem einen oder anderen Vorstandsmitglied des ADFC zu erörtern. Dennoch war die Veranstaltung ergreifend und wir waren froh teilgenommen zu haben.

Ride of Silence

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