Regenwetter das ganze Wochenende und mächtig Glück

Regen

Ein total verregnetes Wochenende geht zu Ende. Nachdem es in den letzten Wochen kaum Niederschlag gab, ist das für die Pflanzen natürlich ein Segen. Doch es gibt eine Menge Arten von Regen. Das wusste auch schon Tom Hanks als Forrest Gump.

Regen von oben, Regen von der Seite, Regen von unten.

Tag 1 des verregneten Wochenendes

Am Samstag waren wir gerade auf dem Weg zum Einkaufen als wir eine weitere Form des Regens kennen lernen durften. Regen von vorne und zwar so heftig, dass wir in Windeseile völlig durchnässt waren. Ja, ich kann die Stimmen schön hören, die sagen: „Selber schuld wenn man kein Auto hat“. Das könnte man meinen, aber eigentlich war es gar nicht schlimm, dass wir nass geworden sind. Wer das noch nie ausprobiert hat weiß nicht wovon ich spreche, aber das Radeln im Regen, vor allem im Sommer, kann echt Spaß machen. Vor einiger Zeit hat Juliane Schumacher, alias das Radelmädchen, fünf Gründe in ihrem Blog veröffentlicht, warum Radfahren im Regen Spaß macht.

  1. weil man wieder Kind sein kann.
  2. weil „Singing in the Rain“ immer funktioniert.
  3. weil die Aussicht auf eine Dusche zu Hause die Laune steigen lässt.
  4. weil man am Stau vorbei radelt.
  5. weil die richtige Kleidung trocken halten kann.

Lustigerweise kam mir der Song „Singing in Rain“ tatsächlich über die Lippen (Punkt 2). Natürlich war auf den Nebenstraßen, auf denen wir unterwegs waren, kaum Verkehr, so dass Punkt 4 nicht relevant war. Punkt 1 kann ich voll nachvollziehen, den das Fahren durch Pfützen, wenn die Fontänen links und rechts spritzen, macht mächtig Laune. Die Aussicht auf die Dusche ist sicher toll, aber Carola hat kurzerhand die Brause durch eine volle Badewanne ersetzt. Nachdem ich Punkt 5 beachtet hatte, war ich nicht ganz so naß wie meine Frau. 😊

Tag 2 des verregneten Wochenendes

Für den Sonntag hatten wir Karten für ein Open-Air-Konzert, mit Schmidbauer, Pollina und Kälberer (Süden), geschenkt bekommen. Daher war der Tag erfüllt von hoffen und bangen auf niederschlagsfreie Stunden. Am Samstag hatte es ja am Abend, zumindest vorübergehend, auch aufgehört zu regnen.

Und tatsächlich, gegen 18:00 Uhr wurde der Himmel heller und sogar die Sonne spitzelte ein wenig zwischen den Wolken hindurch. Pünktlich um 18:30 Uhr holten uns unsere Gastgeber, mit den Rädern, zu Hause ab und wir machten uns auf den Weg nach Schloss Scherneck bei Rehling. Ca. 20 Minuten auf Radwegen und am Waldrand entlang, dann war die Bergstraße, die zum Schloss führt, erreicht. Ein Wurm aus Blech kroch Stoßstange an Stoßstange im Schritttempo auf der Zufahrtsstraße den letzten Kilometer die Serpentinen hoch.

vorbei am Verkehr

Das Erste Highlight des Abends – mit den e-Bikes am Stau vorbei fahren (siehe Punkt 4) und in ein paar Minuten oben ankommen. 😊 Unsere Rädern konnten wir direkt am Zugang parken und mussten nicht über die schlammige Wiese laufen, auf der die Autos geparkt wurden.

Auch während des Konzerts hatten wir Glück, denn bis auf ein paar Tropfen blieb es trocken. Tolle Musik, Texte, die nachdenklich machen, und eine mitreißende Stimmung für fast drei Stunden, ein genialer Abend. Das man als Radfahrer mehr erlebt als andere Verkehrsteilnehmer habe ich in meinem Blog schon mehrfach beschrieben. Auch an diesem Abend gab es ein paar ängstliche Zeitgenossen, die bereits vor der Zugabe das Konzert verließen, um auf dem Nachhauseweg nicht erneut im Stau stehen zu müssen. Wir konnten auch noch die vier Lieder der Zugabe genießen und dann bei der Heimfahrt problemlos am „Blechwurm“ vorbeiziehen. Auch die Strecke durch den nächtlichen Wald war in der Vierergruppe, ach nein wir waren ja zu fünft, denn es hatte sich eine weitere Radlerin angeschlossen, war ein schöner Abschluss des Abends. Mit unserer Mitradlerin bin ich an der einzigen Ampel auf der Route kurz ins Gespräch gekommen. „Menschen kennen lernen“ könnte als sechster Punkt die oben zitierten Liste ergänzen. Das klappt in dieser Form auch nur auf dem Rad. Vermutlich müsste man, wenn man mit dem Auto an der Ampel steht, auch zu sehr brüllen um in Kontakt mit den anderen Wartenden in Kontakt zu treten.

Tag 3, auch der Montag begrüßte mich mit Regen

Montagmorgen, noch ein wenig müde von der kurzen Nacht, erneut Regen. Na, ja die Regenjacke war wieder trocken (siehe Punkt 5), also kein Problem in die Arbeit zu kommen. Am Abend dann, auf dem Heimweg, war dar Niederschlag kein Thema mehr und die Sonne begleitete mich.

Die Sonne ist zurück

Fazit

Juliane Schuhmacher, keine Ahnung ob sie diesen Beitrag ließt, hatte recht. Radeln im Regen macht Spaß und mit der richtigen Kleidung ist es auch kein Problem. Dank der e-Lastenräder kommen noch weitere Aspekte hinzu, aufgrund der wasserdichten Boxen bleibt der Einkauf trocken und durch Motorunterstützung schwitzt man in Regenkleidung nicht wie wild.

Forrest Gump hatte nicht recht, denn Regen kann auch von vorne kommen.

Das Konzert am Sonntag war ein sagenhaftes Erlebnis. Vielen Dank für die Karten an Thomas und Barbara von denen ich weiß, dass sie diesen Beitrag lesen.

 

2 thoughts on “Regenwetter das ganze Wochenende und mächtig Glück”

  1. Sehr schön beschrieben. Ich kann das mit dem Regen bestätigen und hätte noch einen Punkt: Regen ist meistens nie so stark wie er wirkt. Autofahrer erleben ihn meist an die Frontscheibe klatschend und stellen sich vor, er wäre sehr durchdringend. Aber radelnd stellt man hinterher und währenddessen fest, dass das täuscht.

    1. Da hast Du grundsätzlich recht, aber der beschriebene Regen war wirklich sehr stark. Selbst die Sicht hat darunter gelitten. Das hält aber Gott sei dank ja nie lange an. Danke für Deinen Kommentar.

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