Schneemänner lieben Lastenräder

oder Männer lieben Lastenräder und Schnee

Na egal ob so oder so, unstrittig ist, dass die ersten Tage des Jahres bei uns mit reichlich Schnee begonnen haben. Doch bevor der Schnee kam, regnete es erst einmal und so mancher Straßenabschnitt verwandelte sich in eine Eisbahn.

Eisglätte und das Fahrrad

Auf vereisten Wegen mit dem Rad unterwegs zu sein ist sicher kein Spaß. Leider lässt sich das auch nicht immer verhindern, denn letzten Mittwoch hat es uns als ganze Familie (eis)kalt erwischt. Wir hatten uns Abends bei einem Modepark getroffen um noch das eine oder andere benötigte Kleidungsstück zu erstehen. Mit drei Frauen in einem Bekleidungsgeschäft wird es meist später als gedacht, und so war es schon nach 19:00 Uhr als wir uns mit etlichen neuen Teilen auf den Heimweg machten. Es hatte stark abgekühlt und die Straßen waren nass, zumindest auf dem ersten Stück. Auf einer weniger befahrenen Straße, wir waren mit drei Rädern im Konvoi unterwegs, ist es dann passiert. Carola musste an einer Kreuzung anhalten und bemerkte, genau wie ich, dass wir auf Eis unterwegs waren. Die Spikes haben gute Dienste geleistet. Unsere große Tochter, die in der Mitte fuhr, hat die Situation zu spät erkannt und wollte mit einer Vollbremsung eine Kollision verhindern. Selbst die Spikereifen griffen auf Der überfrorenen Straße nur bedingt, so dass sie sich am Boden wiederfand.

Auf blankem Eis konnten auch die Spikes einen Sturz nicht verhindern

Zum Glück ist, außer einer Prellung an der Schulter, nichts Ernstes passiert. Auch am Rad war nur das hintere Schutzblech ein wenig verzogen, was sich aber mit ein paar Handgriffen wieder in die richtige Position bringen ließ. Vorsichtig ging es weiter nach Hause.

Spike- und Winterreifen

Ich hatte, bis auf den Zwischenfall, schon das Gefühl, dass die Nägel in den Reifen das Fahren auf der glatten Straße überhaupt erst möglich gemacht haben. Im Verlauf der Woche fiel dann ja auch noch reichlich Schnee. Bereits am Donnerstag war die Glätte vom Mittwoch unter einer dünnen Schicht verschwunden. Problematisch vor allem dort wo Autos den Schnee verdichtet haben und dadurch weitere glatte Stellen entstehen ließen.

Auch hier leistete mein Winterreifen (hinten) und der Spikes-Reifen auf dem Vorderrad gute Dienste, so dass ich meinen Arbeitsweg ohne Probleme, wenn auch ein bisschen langsamer als sonst, meisterte.

Zum Eis kam dann noch der Schnee

Langsam nahm der Winter Gestalt an. Während am Donnerstag Eisglätte die Nebenstraßen beherrschte, kam am Freitag der Schnee dazu. Morgens war es noch kein Problem, aber es schneite den ganzen Vormittag, so dass ich den Heimweg auf einer geschlossenen Schneedecke antrat.

An solchen Tagen bin ich immer froh um die Möglichkeit überwiegend auf Nebenstrecken unterwegs zu sein. Denn Radfahren im frischen Schnee macht richtig Laune. Daher habe ich den Weg entlang des Lechs auch noch ein bisschen verlängert.

In der Nacht auf Samstag gab es noch mehr von dem weißen Zeug. Einkaufen mussten wir dennoch und so ging es für Carola und mich am Morgen zum Supermarkt und zum Discounter. Es war deutlich weniger los als sonst um diese Zeit und so war die Fahrt trotz Schnee und Wind, zumindest gefühlt, ungefährlicher als an anderen Tagen, an denen man auf den Parkplätzen der Geschäfte regelmäßig fast angefahren wird. Uns hat es jedenfalls Spaß gemacht, auch wenn wir froh waren, dass wir keinen weiteren Weg hatten, denn es schneite echt heftig.

Alles nur von kurzer Dauer

Bereits am Samstag Abend und auch am Sonntag wurde es wieder etwas wärmer und das schöne Weiß verwandelte sich in matschiges Grau-Braun. Zum Glück musste an diesem Tag keiner von uns zur Arbeit, denn in aufgeweichten Spurrinnen der Autos macht mir das Radfahren keinen Spaß.

Fazit

Wenn man immer mit dem Rad unterwegs ist, dann können sich die Witterungs- und Straßenverhältnisse innerhalb weniger Stunden komplett ändern. Daher ist es sinnvoll im Winter die Richtigen Reifen auf den Rädern zu haben. Diese leisten hervorragende Dienste. Aber Radfahren im Winter bedarf auch einer gewissen Vorsicht, Fahrtechnik und vorausschauendem Fahren, denn sonst helfen die besten Reifen nicht weiter. Das gilt übrigens für alle Verkehrsteilnehmer.

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