Und dann war er da, der Winter

(-Werbung, da Verlinkung auf Unternehmen und Produktnennung -)

Schnee

Vor kurzem habe ich noch über die Umrüstung auf Winterreifen, bzw. Spikes geschrieben und auch ein Interview zum Thema „Radfahren im Winter“ gegeben. Und schon liegt mehr Schnee auf den Straßen als im gesamten letzten Winter. Ich fand es heute morgen einfach nur herrlich.

Also rauf aufs Rad und los?

Nicht ganz, mein Load habe ich zwar mit einem Winterreifen am Hinterrad ausgestattet aber vorne rollte bis jetzt noch ein Schwalbe Big Ben. Also erst einmal Reifenwechsel am kalten Morgen? Weit gefehlt, denn für solche Momente steht ein zweites Rad mit Spikereifen bereit. So dauert der Wechsel gerade 20 Sekunden, quasi der Pitt Stopp für Lastenräder.

So konnte es dann, mit einer winzigen Zeitverzögerung, losgehen. Es ist einfach schön durch den noch frischen Schnee zu fahren und wenn darunter nicht schon eine Eisschicht lauert, fährt es sich fast wie immer. Einzig um die Kurven muss man ein wenig langsamer tun als sonst.

Erst auf Nebenstraßen und dann ein Stück am Fluß entlang

Das schönste Stück auf meinem Arbeitsweg führt mich entlang des Lechs. Auch hier war alles weiß und still, die optimale Einstimmung auf die Weihnachtszeit. Also wie bestellt um die Jahreszeit. Nachdem vor mir nur wenige Radfahrer auf dem Streckenabschnitt unterwegs waren, konnte ich durch den frisch gefallenen Schnee pflügen. Im Licht des Frontscheinwerfers glitzerte der aufgewirbelte Schnee.

Die Radwege waren schon geräumt

Mal wieder zeigte sich der Winterdienst der Stadt Augsburg von seiner besten Seite. Bereits um kurz nach sieben Uhr morgens waren die meisten Radwege auf meiner Strecke bereits geräumt.

Geräumte Radwege morgens um sieben.

Trotz des Reifenwechsels und der vorsichtigen Kurvenfahrt war ich nur fünf Minuten länger unterwegs als sonst. Meine Kollegen waren an diesem Morgen deutlich später dran als gewöhnlich und berichteten von zähem bis stehendem Verkehr in und um Augsburg. Na ja, wer fährt bei solchen Witterungsverhältnissen auch mit dem Auto. 😊

Auch am Folgetag war ich froh um meine Winterbereifung. Abends, auf dem Nachhauseweg rollte ich über manche glatte Stelle, da die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt lagen. Der Wechsel auf die Winterreifen hat sich in dieser Saison eigentlich schon gelohnt und sollte eine längere frostfreie Periode kommen, dann dauert es auch nur 20 Sekunden den rasselnden Spiekreifen wieder auszutauschen.

In diesem Sinne allen Winterradlern gute und unfallfreie Fahrt.

4 thoughts on “Und dann war er da, der Winter”

  1. Schade, dass Du nicht in meiner Nähe wohnst…. ich hätte Dich dringend gebraucht. Auch in meiner Heimat hat es heute geschneit und der Reifenwechsel steht an. Nachdem ich gelesen hatte, dass Du in 20 Sekunden das schaffst, taucht die Frage auf, hast DU Zeit um bei mir…. 😉

      1. Lieber Andreas! Ich danke Dir für Deine aufopfernde Bereitschaft…. Gestern hatte wir unseren ersten Schnee in diesem beginnenden Winter, da ging es auf meiner Einkaufstour ins nächste Städtchen ( 6km) noch, allerdings war die Rückfahrt mit einigen Umwegen dann doch länger, ca. 3 Stunden war ich unterwegs, ohne Probleme, von kalten Fingern abgesehen… 🙂 Da ich ja eine selbst umgebautes Trekkingrad mein Eigen nenne, brauch der Umbau (Vorderrad mit Motor) etwas länger… DICH bewundere ich, weil Du Dein Programm mit entsprechender Statistik so durchziehst. Selber bin ich seit 16 Jahren ohne Auto, hie und da bewege ich noch ein Motorrad & Motorroller mit fossilem Antrieb… Liebe Grüße aus dem südlichen Weinviertel…. Austria. https://youtu.be/nFgjbUmFS04

  2. Toller Blog, interessantes Thema! Gäbe es nicht die unsinnigen S-Pedelec-Vorschriften, ich hätte bereits seit zwei Wintern Spikereifen für die eisige Zeit. So muss ich momentan leider aufs Auto ausweichen. Und nächste Woche sieht auch nicht sonderlich vielversprechend aus…
    Viele Grüße von ~50km südlich in die alte Heimat!

Schreibe eine Antwort zu Oskar Antwort abbrechen