Austauschschülerinnen- und Waschmaschinentransport

Im Rahmen eines Schulprojektes haben wir von Mittwoch bis Samstag zwei Austauschschülerinnen aus Hamburg aufgenommen. Die beiden holten wir am Anreisetag von der Schule unserer Töchter ab. Das Gepäck (zwei große Koffer) fand Platz in einem der Lastenräder und die Mädchen wurden, begleitet von Sarah und Emma, mit dem Bus nach Hause gebracht. Im weiteren Verlauf der Woche standen dann ein Abend in einem Club in der Stadt und ein Abendessen auf dem Programm der beiden Hamburgerinnen. Für Abholung um halb zehn und um halb zwölf Uhr nachts mussten wir auf ein Auto zurückgreifen, da für ortsfremde Teenager die öffentlichen Verkehrsmittel nachts keine Alternative zum Auto sind. Insgesamt 30 Kilometer kamen so zusammen.

Elternbrief mit der Bitte um eine Mahlzeit

Im Vorfeld des Projektes erhielten wir einen Brief, in dem die Gastfamilien gebeten wurden den Schülerinnen neben einer Schlafgelegenheit auch etwas zu Essen anzubieten. Gastfreundschaft ohne Mahlzeiten? Uns kam diese Bitte jedenfalls eigenartig vor. Interessanter Weise wurde von den Organisatoren aber davon ausgegangen, dass die Gäste zwei mal nachts aus der Innenstadt abgeholt werden. Was wir ja auch gerne getan haben. Ohne Auto allerdings etwas aufwändiger in der Organisation. Offenbar gibt es mehr Menschen ohne Mahlzeit im Alltag als ohne Auto.

Unsere alte Waschmaschine muss entsorgt werden

Waschmaschine auf dem Load

Leider hat unsere Waschmaschine den Geist aufgegeben und musste der Entsorgung zugeführt werden. Dass das auch ohne Auto funktioniert wurde am vergangen Samstag bewiesen. Neben der defekten Maschine waren vom neu angelieferten Gerät noch eine Reihe von Verpackungsresten übrig geblieben. Dem Load mit der Faltbox wurde kurzerhand mit zwei Brettern eine Ladefläche verpasst. Mittels Spanngurten konnte das unhandliche 60 kg Gerät auf dem Rad verzurrt werden. Trotz des Gewichts zeigte das Lastenrad gute Fahreigenschaften auf den knapp drei Kilometern zur Annahmestelle. Im anderen Load mit der festen Kiste wurde das Verpackungsmaterial verstaut. 

Große Haushaltsgeräte werden offenbar nicht sehr häufig mit einem Fahrrad zur Entsorgungsstelle gebracht. So zumindest mein Fazit aus den irritierten Blicken einiger anderer Anlieferer. 

Von den Mitarbeitern der Kleinteil-Annahmestelle wurden wir wie alte Bekannte mit den Worten „Ihr schon wieder“ begrüßt. Auch das zeigt, dass wir dort mit den Lastenrädern als Exoten gelten. 

 

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