Radtour an den Ammersee

Abendessen für 35 Segler

Catering

In den Pfingstferien ist unsere große Tochter traditionell am Ammersee beim Segeln. Damit die Teilnehmer des Segel-Zeltlagers nicht verhungern übernimmt Carola, zusammen mit anderen Eltern, immer zu einer Mahlzeit die Versorgung der gesamten Truppe. Heuer waren es mit Betreuern um die 35 Teilnehmer. Neben dem Abendessen für den Montag waren auch noch zwei selbstgebacken Brote gewünscht. Ferien und Urlaub, also was liegt näher das Ganze mit einer Radtour zu verbinden.

Lastenräder und ein Leihrad

Unsere Transportmittel

Jugend-Testfahrerin bei R&M im Auftrag der Radstation Augsburg

Vor ein paar Wochen hatten wir bei der Radstation schon vorgefühlt,   ob wir in den Pfingstferien für Emma ein eBike ausleihen können um eine Tour zu fahren. Unsere Jüngste hat aktuell einen absoluten Favoriten unter den Rädern von R&M ,das Tinker. Und tatsächlich, ihr wurde für den Ausflug ein Tinker nuvinci in azurblau zur Verfügung gestellt. Seitdem nennt sie sich selbst „Jugend-Testfahrerin bei R&M im Auftrag der Radstation Augsburg“. Emma schwebte also dank der Leihgabe im siebten Himmel. 

Da war also nur noch das Essen und ein wenig Gepäck für eine Nacht. Das Packster wurde mit den Komponenten fürs Catering vollgeladen und das Gepäck fand im Load Platz. 

Mit dem Duft von frischem Brot (2 x 2,5 kg Laibe frisch aus dem Holzbackofen) in der Nase ging es am Montag gegen 09:30 Uhr los in Richtung Süden. Die zuvor in Komoot geplante Route war schon auf die Navis unserer eBikes übertragen und lotste uns am Lech entlang zur Staustufe 23 (Mandichosee). Bei 22°C und Wolken machte das Radeln richtig Spaß, nur auf Höhe des Kuhsees öffnete der Himmel kurzzeitig seine Schleusen für einen kurzen Regenschauer. Ein  Aufenthalt unter einem Baum sorgte dafür, dass wir trocken blieben.

Mittagspause

Nach gut 40 Kilometern legten wir bei Geltendorf eine Mittagspause ein um uns zu stärken. Offenbar hatte die bereits zurückgelegte Strecke Emma kaum belastet, denn nach dem Essen musste sie mehrere Runden um die kleine Kapelle sausen an der wir unseren Rastplatz gefunden hatten.

Weiter ging es über verkehrsarme Nebenstraßen bis nach Schondorf wo wir auf den Ammersee trafen. Von dort aus folgten wir dem ufernahen Seeweg bis zu unserem Ziel in St. Alban. Dieses erreichten wir nach genau drei Stunden Fahrzeit. Beim Segellager angekommen luden wir die mitgebrachten Zutaten fürs Abendessen aus und machten uns auf den Weg zu unserer Unterkunft in Dießen

Eis

Das nächste Ziel war eine nahe gelegene Eisdiele. Als Belohnung gab es einen Eiskaffee für Carola und je ein Spaghettieis für Emma und mich, sowie einen Espresso. 

 

Ein Gewitterschauer

Nach dem Regen

Nach Eis und Kaffee, als wir gerade die restlichen Zutaten für das Abendessen kauften, ging ein Gewitter über Dießen nieder. Wieder hatten wir Glück und während des Regens ein Dach über dem Kopf. Erneut konnten wir mit ein wenig Geduld den Schauer abwarten und radelten dann bei Sonnenschein zurück zum Campingplatz. Dort angekommen nahmen Emma und ich erst mal ein Bad im See.

Abendessen

Nun ging es an das Zubereiten des Abendessens. Auf dem Speiseplan standen Riesen-Burger und Krautsalat. Den Salat hatten wir schon zu Hause aus drei Krautköpfen und 2 kg Karotten gehobelt , angemacht und gut gekühlt transportiert, so dass nur die Burger zubereitet werden mussten. Diese bestehen aus einem überdimensionalen Fleichküchlein (auch Fleischpflanzerl), die Größe gibt der Durchmesser der Pfanne vor und einem Fladenbrot, sowie Tomaten, Salatblättern, Zwiebeln und Käse.

Riesen-Burger

Eis ist für Radler ein wichtiges Grundnahrungsmittel

Die acht Riesen-Burger waren nach kurzer Zeit restlos aufgegessen. Auch vom Krautsalat war nach dem Abendessen kaum mehr etwas übrig. Nachdem die Bande gesättigt war, sind wir zurück zu unserer Unterkunft gefahren. In der Summe 70 Kilometer an diesem Tag. Bei einem kurzen Abendspaziergang gab es noch ein Eis :-). Das war schon deshalb wichtig um die zahllosen Insektenstiche von innen heraus zu kühlen.

Tag 2 – Die Rückfahrt

Nach einem tollen Frühstück und einem kurzen Abstecher bei den Seglern machten wir uns auf den Rückweg nach Augsburg. Wie schon am Hinweg hatten wir Gegenwind. Ich glaube, dass das die am häufigsten wahrnehmbare Windrichtung beim Radfahren ist. Doch dank der Motorunterstützung war der Wind eigentlich kein Problem. Für den Hinweg hatte ich meist die niedrigste Unterstützungsstufe ausgewählt und zum Schluss waren noch ca. 25 Kilometer Reichweite übrig. Dank dieser Erkenntnis entschied ich mich, mir für den Heimweg ein wenig mehr Komfort zu gönnen. Hierzu hatte ich mir individuelle Fahrstufen konfiguriert die besonders energiesparend sind.

Emma mit ihrem Tinker und wir mit den Lastenrädern und strahlender Sonnenschein, das musste auch wieder ein toller Radtag werden.

In Schondorf deckten wir uns beim Bäcker noch mit Proviant für die Mittagspause ein und weiter ging es zum nächsten Etappenziel nach St. Ottilien. Im dortigen Klosterladen besorgten wir noch Gemüse aus der klostereigenen Gärtnerei für uns und ein Mitbringsel als Dankeschön für die Inhaber der Radstation.

Auch auf dem Heimweg legten wir eine Pause von ca. 30 Minuten ein und in Mehring sahen wir dann wieder dieses Zeichen, das uns zu einer sofortigen Kurzeitpause zwang.

Das Zeichen

Der Rest der Tour verlief unspektakulär und irgendwie sind wir dann zwischen Kissing und Augsburg auf dem Radweg direkt an der B2 gelandet. Ich glaube so viel Verkehr hatten wir den ganzen restlichen Weg nicht. Um beim nächsten Ausflug auch das letzte Stück auf verkehrsärmeren Routen zurückzulegen, sollte ich das Nyon auch für die Rückfahrt mit einer geplanten Strecke bestücken.

Zurück zu Hause

Drei Stunden Fahrzeit reichten uns auch für den Heimweg obwohl wir aufgrund eines kleinen Abstechers nach Kaltenberg, leider ohne das Schloss zu sehen (ein gesperrter Bahnübergang hat das verhindert), 68 Kilometer gefahren sind.

Nach einer kurzen Pause und dem Entladen der Räder ging es für Emma und mich an die Radpflege. Aufgrund des Regens am Vortag und vieler unbefestigter Wege hatte sich doch einiges an Schmutz angesammelt.

Nachdem die Räder wieder sauber waren musste sich Emma wieder vom Tinker verabschieden,was ihr echt schwer fiel, um es zurück in die Radstation zu bringen.

Fazit

Die Tour mit den eBikes hat uns sehr großen Spaß bereitet. Auch angehende Teenager sind mit dem entsprechenden Rad problemlos für solche Strecken zu begeistern und können dann auch problemlos mit den Erwachsenen mithalten. Trotz Gegenwind oder bei Steigungen hat man durch die Tretunterstützung die Möglichkeit die Umgebung wahrzunehmen und zu genießen. Es waren zwei tolle Tage und treu nach dem Motto des Blogs – ganz ohne Auto.

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