Schokofahrt – Tag 1

Die Fahrt nach Amsterdam

(-Werbung, da Verlinkung auf Unternehmen und Produktnennung -)

Noch ein Kaffee aus der passenden Tasse
Noch ein Kaffee aus der passenden Tasse

Heute um 06:48 Uhr startete unser Abenteuer „Schokofahrt“ am Augsburger Hauptbahnhof, da die Anreise nach Amsterdam mit der Bahn geplant war. Das hatte ja bereits im Vorfeld für einigen Wirbel gesorgt, weil sich hinsichtlich der Mitnahme von Lastenrädern, am 1. August die Richtlinien geändert hatten. Das bedeutet, dass die Bahn im Fernverkehr den Transport von Lastenrädern ausschließt. Unsere Buchung war aber (inkl. Stellplatz für CargoBike/Tandem) bereits im Juli erfolgt.

Am Bahnhof in Augsburg
Am Bahnhof in Augsburg

Also standen wir, wie gesagt, um viertel vor sieben mit dem Load, dem Möhrchen (Multicharger) den Tickets und einer Email der Deutschen Bahn, die uns die Mitnahme der Räder erlaubt, am Bahnsteig. Unser IC traf pünktlich ein und das Radabteil war leer, so dass wir die beiden Räder einparken und fixieren konnten. Ein netter Bahnmitarbeiter prüfte Tickets, und dass dort Lastenräder standen war gar kein Thema.

Beide Räder im Zug
Beide Räder im Zug

Nach knapp zwei Stunden erreichten wir Stuttgart. Dort hatten wir eine Stunde Aufenthalt und mussten Umsteigen. Um uns die Wartezeit ein wenig zu verkürzen, unternahmen wir eine kleine Tour rund um den Bahnhof. Zusätzlich wollten wir in einer Bäckerei irgendetwas Süßes erstehen. Schon seltsam, wenn man in Augsburg den Bahnhof verlässt, dann trifft man nach wenigen Metern auf mehrere Bäckereien, in Stuttgart scheinen diese von der Bildfläche verschwunden zu sein. Doch zum Schluss konnten wir doch noch die gewünschten Backwaren ergattern.

Zurück am Bahnhof stand unser Zug schon bereit und wir hatten genügend Zeit unsere Lastenräder im großzügigen Fahrradabteil zu verstauen. Unsere Sitzplätze befanden sich in unmittelbarer Nähe, so dass wir die Räder stets im Blick hatten. Außer unseren befand sich nur ein weiteres Rad im Wagen.

In Stuttgart
In Stuttgart

Der nächste und letzte Umstieg war in Osnabrück geplant. Wie gesagt geplant, denn es kam ganz anders.

Kurz vor Essen überprüfte ich noch einmal unsere Umsteigezeiten und erlebte eine Überrraschung. Die gebuchte Verbindung fiel wegen technischer Probleme aus. Nach einer kurzen Recherche war klar, von Osnabrück gab es heute keine andere, passende Verbindung. Aber von Essen nach Amsterdam zeigte mir der Bahn-Navigator eine Möglichkeit an, allerdings mit zwei zusätzlichen Zugwechseln.

Was tun? Mit den Lastenrädern umsteigen ist je nach Zug und Bahnhof nicht ganz einfach. Aber was sollten wir in Osnabrück ohne passenden Anschlusszug?

Also in Essen raus aus dem Zug. Zum Glück gab es dort Load-taugliche Aufzüge und der Bahnsteigwechsel gestaltete sich ziemlich einfach. Nach fünf Minuten Wartezeit ging es mit der S-Bahn nach Oberhausen. War zwar etwas eng, aber der Eisteig war stufenlos.

In der S-Bahn
In der S-Bahn

In Oberhausen war es leider nicht ganz so einfach, denn die Aufzüge waren deutlich kleiner. Dennoch erreichten wir, nachdem wir das Load zu zweit eine Treppe hochgetragen hatten, den RegionalExpress nach Arnhem Centraal.

wir haben die Niederlande erreicht
wir haben die Niederlande erreicht

Hier gibt es riesige Aufzüge, selbst mein Load hat da reingepasst. Von Arnhem nach Amsterdam fahren die Züge im 15 Minuten Takt. So ging es rasch weiter Richtung Ziel, allerdings sind die Radabteile in den Niederländischen IC-Zügen echt knapp bemessen. Wir haben es dennoch irgendwie geschafft.

Wir sind in Amsterdam
Wir sind in Amsterdam

Durch die geänderte Verbindung mussten wir zwar öfters umsteigen, waren aber 90 Minuten eher als geplant am Ziel. Alles in allem hat die Anreise gut geklappt, wenn auch mit ein paar kleinen Herausforderungen, die wir aber souverän bewältigt haben. Von Seiten der Bahn gab es wegen der Lastenräder keinerlei Probleme, so dass wir unser Legitimatiosschreiben gar nicht benötigen. Lustig war, dass uns im Amsterdam, beim Aussteigen, ein anderer Fahrgast darauf aufmerksam machte, dass in Niederländischen Fernzügen die Mitnahme von Fahrrädern zur Rushhour gar nicht erlaubt ist. Na ja, wir waren ja schon am Ziel 😊.

Die erste Gracht
Die erste Gracht

Nach einem leckeren, indischen Abendessen ging es auf tollen Radwegen zu unserer Unterkunft, die ca. 10 Kilometer außerhalb von Amsterdam liegt.

Morgen werden wir dann Amsterdam erkunden und uns über die tollen Radwege freuen.

5 thoughts on “Schokofahrt – Tag 1”

  1. Bin nicht schlüssig, ob die erste Etappe nun gut oder schlecht verlaufen ist 🤔😂 Bin aber echt gespannt, wie sich diese Reise weiter entwickelt! Wünsche euch einen tollen Urlaub, gute Fahrt und vergesst bloss nicht leckere Pannekoeken zu essen! LG

  2. Super – eure Reisebeschreibung. Erinnert mich sehr an meine eigenen Erfahrungen mit (Lasten-)Rad und Bahn. Weiter Gute Fahrt …

  3. Hier mal eine entspannte Fahrt mit der Deutschen Bahn – das geht meistens deutlich stressiger und weniger geschmeidig von statten.
    Selbst in Nahverkehrszügen ist eine Mitnahme vom Cargo Radl oft genug gar nicht möglich – es stehen viel zu viele Räder im Abteil und die meistens mit aufgeschnallten Packtaschen die im abgenommenen Zustand Platz für bis zu drei Räder schaffen können…
    Diskussionen mit den Besitzern sind mühsam und oft genug nicht erfolgreich – es bleibt eben die Strasse für den Cargo Radler.

    Gute Weiterfahrt und bitte gerne weitere Reiseberichte verfassen.

    1. Na ja, entspannt war es bis klar war das unsere Buchung ab Osnabrück hinfällig ist. Danach war es wahrscheinlich Glück. Danke für Deinen Kommentar. Der Folgeartikel ist schon online. 😊

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